News & Termine
Startschuss für wohnortnahe berufliche Eingliederungsangebote für Blinde und Sehbehinderte
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10.06.2010
J.P. Morgan Corporate Challenge 2010 - BFW zum achten Mal in Folge am Start gewesen
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08.06.2010
Sprung ins zweite Berufsleben - 247 Absolventen haben das BFW Frankfurt am Main im Frühsommer 2010 verlassen
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Die Leistungsangebote
RehaAssessment

Praktische Beispiele für die Vorteile des RehaAssessments
Beispiel: Hubert Lontzek
Arbeitsplatz erhalten durch Case-Management
Trotz schwerer Erkrankung: „Brummi-Fahrer“ bleibt am Steuer
Für Hubert Lontzek, seit über 25 Jahren leidenschaftlicher
„Brummi-Fahrer“ bei Schröder GmbH & Co. KG im rheinland-pfälzischen
Ebernhahn brach die Welt zusammen, als er seine Diagnose von den Ärzten
gestellt bekam: Aufgrund einer schweren Erkrankung würde er keine
körperlich schweren Tätigkeiten mehr ausüben können! Künftig würde ihm
das Heben und Tragen von Gewichten über 10 kg sowie das Arbeiten in
bestimmten Haltungen nicht mehr möglich sein.
Als
LKW-Fahrer, meist für Fliesen und Keramik, war Lontzek aber auf seine
körperliche Unversehrtheit angewiesen. „Ich musste schon des Öfteren
beim Ein- und Ausladen kräftig zupacken. Das war bisher kein Problem für
mich. Seit meiner Erkrankung hat sich aber schlagartig alles geändert
und natürlich kam zu den gesundheitlichen Einschränkungen jetzt auch
noch die Angst um den Arbeitsplatz“, so Hubert Lontzek. Was tun?
Zunächst absolvierte Lontzek medizinische Rehabilitationsmaßnahmen, die
auch aufgrund seiner aktiven Mitarbeit zur Stabilisierung und sogar zur
Leistungssteigerung seines Gesundheitszustandes führten. Diese Maßnahmen
reichten jedoch nicht aus, um Hubert Lontzek wieder in seiner gewohnten
Tätigkeit einzusetzen. „Ich wollte auf jeden Fall Brummi-Fahrer bleiben
und wandte mich an die Landesversicherungsanstalt Hessen. Diese
beauftragte dann das Berufsförderungswerk Frankfurt am Main, im Rahmen
des Case-Managements eine betriebliche Eingliederung durchzuführen.“
Gemeinsam Lösungen suchen
Zusammen mit der Disability-Managerin des Berufsförderungswerkes
Frankfurt am Main fanden zu-nächst umfassende Gespräche statt, um den
aktuellen Stand seiner gesundheitlichen Situation sowie seiner
Einsatzgebiete bei Schröder GmbH abzuklären. Als nächstes stand der
Kontakt zum Arbeitgeber an, um gemeinsam nach Alternativen zum
bisherigen Einsatzgebiet von Hubert Lontzek zu suchen – und diese
schließlich auch zu finden. In Lontzeks Fall war das ein
Kleintransporter, hier konnte er unmittelbar nach Beendigung seiner
medizinischen Reha eingesetzt werden, denn lange Fahrten fielen hier
nicht an. Langfristig sollten aber auch wieder lange Fahrten mit dem LKW
möglich sein. Gemeinsam mit dem Arbeitgeber entwickelte die
Disability-Managerin daher Strategien zum dauerhaften Arbeitsein-satz
von Hubert Lontzek. „Ich bekam einen orthopädischen Sitz in meinen LKW
eingebaut und mein Arbeitgeber änderte meinen Kundenkreis so ab, dass
ich nicht mehr für die schwere Entladung des LKW´s zuständig bin. Jetzt
muss ich lediglich die Plane des LKW´s zur Seite schieben. Den Rest
erledigen die Kunden selbständig. Ich bin überglücklich, dass ich meinen
Job als LKW-Fahrer bei Schröder behalten konnte“, freut sich Hubert
Lontzek.
Das die Zusammenarbeit zwischen Lontzek, der Disability-Managerin und
der Schröder GmbH & Co. KG so gut geklappt hat, hat mit dem Engagement
des Unternehmens zu tun, die Gesundheit seiner Mitarbeiter dauerhaft zu
erhalten. So werden beispielsweise orthopädische Sitze eingesetzt und
modernste technische Hilfsmittel, um schon im Vorfeld
Bandscheibenproblematiken und andere Erkrankungen des Gelenkapparates zu
verhindern oder zumindest einzuschränken.
Case-Management: Chancen für Unternehmen und Mitarbeiter
Case-Management zielt auf die Erhaltung von Arbeitsplätzen für
Arbeitnehmer, die durch Krankheit oder Unfall ihre Tätigkeit nicht mehr
ausüben können. In solchen Situationen besteht für Arbeitgeber die
Gefahr, langjährige qualifizierte Mitarbeiter zu verlieren, für die
betroffenen Mitarbeiter droht der krankheitsbedingte
Arbeitsplatzverlust. Der Case-Manager übernimmt die Kontakte zwischen
Arbeitnehmer und Arbeitgeber, klärt mit den behandelnden Ärzten die
gesundheitliche Situation sowie Förderbedarfe orientiert am
individuellen Potenzial, nimmt bei Bedarf Kontakt zur Agentur für
Arbeit, zum Rentenversicherungsträger und zum Integrationsamt auf.
Gemeinsam werden Möglichkeiten und Vorschläge erarbeitet, um die
Gesundheit und den Arbeitsplatz der Betroffenen zu erhalten. Sollte beim
derzeitigen Arbeitgeber die Erhaltung des Arbeitsplatzes nicht mehr
möglich sein, wird nach Alternativen gesucht, wie zum Beispiel eine
behindertengerechte Vermittlung bei einem anderen Arbeitgeber.


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