News & Termine
Startschuss für wohnortnahe berufliche Eingliederungsangebote für Blinde und Sehbehinderte
mehr ...
10.06.2010
J.P. Morgan Corporate Challenge 2010 - BFW zum achten Mal in Folge am Start gewesen
mehr ...
08.06.2010
Sprung ins zweite Berufsleben - 247 Absolventen haben das BFW Frankfurt am Main im Frühsommer 2010 verlassen
mehr ...
Die Leistungsangebote
RehaAssessment

Praktische Beispiele für die Vorteile des RehaAssessments
Beispiel: Marius Kaufmann
Marius Kaufmann, Konditor - Der typische RehaAssessment-Fall:
Durch eine Mehlstauballergie eine Empfehlung zum Wunschberuf Elektroniker für Geräte und Systeme
Ich
heiße Marius Kaufmann und bin im Jahr 1981 gehörlos geboren worden.
Meine Erstausbildung begann ich 1999 als Konditor und habe sie 3 Jahre
später mit einer guten Abschlussprüfung bestanden. Besonders interessant
fand ich in diesem Beruf das Zubereiten von Torten, Kuchen, Pralinen,
Dauergebäck und Marzipanfiguren.
Leider habe ich dann keine Konditoren-Stelle gefunden, sondern nur eine
kombinierte Arbeit als Bäcker und Konditor. Ich arbeitete dort viel als
Bäcker aber kaum als Konditor. Während meiner 2,5-jährigen Tätigkeit
fühlte ich, dass etwas nicht stimmt: Durch Einatmen von Mehlstaub musste
ich sehr viel niesen. Ich ging zu einem Lungenarzt und ließ mich
untersuchen. Er fand heraus, dass ich eine Mehlstauballergie habe. Es
ging mir schlecht und ich wünschte mir einen Berufswechsel.
Ab
November 2004 suchte ich eine Umschulungsmöglichkeit, aber es klappte
nicht sofort. Im Mai 2005 meldete mich die Berufsgenossenschaft
Nahrungsmittel und Gaststätten für 2 Wochen RehaAssessment (Abklärung
der beruflichen Eignung/ Arbeitserprobung) im Berufsförderungswerk
Frankfurt am Main an. Diese Abklärung habe ich am 04. Oktober begonnen.
Jetzt sind die 2 Wochen fast fertig und mir gefällt es sehr gut hier -
es ist alles sehr gut gelaufen. Ich habe viele interessante Aufgaben für
die Abklärung gemacht: Mathe, Deutsch, technisches Verständnis,
logisches Denken, Computer (Word, Excel), Feinhandgeschick, Farbsehen.
Ich habe viele sehr gute Ergebnisse geschafft.
Mit der Gebärdensprachdolmetscherin habe ich mich sehr gut verstanden.
Alles hat geklappt, mir gefällt das sehr. Wenn keine Dolmetscherin da
gewesen wäre, hätte ich als einziger Gehörloser die Hörenden nicht
verstanden und sie mich auch nicht.
Bei den Tests ist herausgekommen, dass ich im Elektronik-Bereich
arbeiten kann. Ich habe schnell einen passenden Beruf für mich gefunden,
der mich sehr interessiert: Elektroniker für Geräte und Systeme. Die
Zukunftsaussichten sind gut; es gibt einige Stellen. Ich werde sicher
einen guten Arbeitsplatz finden. Die Berufsgenossenschaft ist
einverstanden, ich darf diese 2-jährige Qualifizierung am 17. Januar
2006 im Berufsförderungswerk Frankfurt am Main anfangen.
Ich danke dem Berufsförderungswerk Frankfurt am Main und der
Gebärdensprachdolmetscherin für die Hilfe.


Diese Seite drucken!






