Berufsförderungswerk Frankfurt am Main

Kompetenz für Integration

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RehaAssessment

RehaAssessment
Praktische Beispiele für die Vorteile des RehaAssessments

Beispiel: Marius Kaufmann

Marius Kaufmann, Konditor - Der typische RehaAssessment-Fall:
Durch eine Mehlstauballergie eine Empfehlung zum Wunschberuf Elektroniker für Geräte und Systeme

Marius KaufmannIch heiße Marius Kaufmann und bin im Jahr 1981 gehörlos geboren worden. Meine Erstausbildung begann ich 1999 als Konditor und habe sie 3 Jahre später mit einer guten Abschlussprüfung bestanden. Besonders interessant fand ich in diesem Beruf das Zubereiten von Torten, Kuchen, Pralinen, Dauergebäck und Marzipanfiguren.
Leider habe ich dann keine Konditoren-Stelle gefunden, sondern nur eine kombinierte Arbeit als Bäcker und Konditor. Ich arbeitete dort viel als Bäcker aber kaum als Konditor. Während meiner 2,5-jährigen Tätigkeit fühlte ich, dass etwas nicht stimmt: Durch Einatmen von Mehlstaub musste ich sehr viel niesen. Ich ging zu einem Lungenarzt und ließ mich untersuchen. Er fand heraus, dass ich eine Mehlstauballergie habe. Es ging mir schlecht und ich wünschte mir einen Berufswechsel.

Marius KaufmannAb November 2004 suchte ich eine Umschulungsmöglichkeit, aber es klappte nicht sofort. Im Mai 2005 meldete mich die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten für 2 Wochen RehaAssessment (Abklärung der beruflichen Eignung/ Arbeitserprobung) im Berufsförderungswerk Frankfurt am Main an. Diese Abklärung habe ich am 04. Oktober begonnen. Jetzt sind die 2 Wochen fast fertig und mir gefällt es sehr gut hier - es ist alles sehr gut gelaufen. Ich habe viele interessante Aufgaben für die Abklärung gemacht: Mathe, Deutsch, technisches Verständnis, logisches Denken, Computer (Word, Excel), Feinhandgeschick, Farbsehen. Ich habe viele sehr gute Ergebnisse geschafft.
Mit der Gebärdensprachdolmetscherin habe ich mich sehr gut verstanden. Alles hat geklappt, mir gefällt das sehr. Wenn keine Dolmetscherin da gewesen wäre, hätte ich als einziger Gehörloser die Hörenden nicht verstanden und sie mich auch nicht.
Bei den Tests ist herausgekommen, dass ich im Elektronik-Bereich arbeiten kann. Ich habe schnell einen passenden Beruf für mich gefunden, der mich sehr interessiert: Elektroniker für Geräte und Systeme. Die Zukunftsaussichten sind gut; es gibt einige Stellen. Ich werde sicher einen guten Arbeitsplatz finden. Die Berufsgenossenschaft ist einverstanden, ich darf diese 2-jährige Qualifizierung am 17. Januar 2006 im Berufsförderungswerk Frankfurt am Main anfangen.

Ich danke dem Berufsförderungswerk Frankfurt am Main und der Gebärdensprachdolmetscherin für die Hilfe.

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