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Die Leistungsangebote
Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM):
Entscheidender Faktor zur Fachkräftesicherung
Demografiefestes Personalmanagement
Know-how sichern
Strategien für eine demografiefeste Personalpolitik
Die Zahlen liegen seit langem auf dem Tisch: Die Deutschen werden älter; Frauen 82 Jahre und Männer 77. Die Geburtenrate bewegt sich mit 1,39 auf niedrigem Niveau. Dass der demografische Wandel Folgen für unsere Gesellschaft hat, ist überall bekannt. Aber auch für Unternehmen wird er zu weit reichenden Konsequenzen führen. Für sie beginnt der Wettbewerb um den Erhalt der Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter.
Jeder 4. Beschäftigte wird über 55 Jahre alt sein
Eine Konsequenz des demografischen Wandels besteht
darin, dass das Potenzial an Erwerbspersonen
bereits ab 2015 stark zurück geht. Arbeitsmarktforscher
rechnen mit drei bis vier Millionen weniger
Erwerbstätigen. Mindestens. Noch entscheidender
als die quantitative Veränderung des Angebotes an
Arbeitskräften ist die Veränderung in der Altersstruktur.
Im Jahre 2025 wird schon jeder vierte
Beschäftigte über 55 Jahre alt sein.
Unternehmen werden sich auf ältere Belegschaften mit mehr chronischen Krankheiten einstellen müssen. Junge qualifizierte Arbeitskräfte werden deutlich weniger zur Verfügung stehen. Das bedeutet, die eigenen qualifizierten Kräfte so lange und so leistungsfähig wie möglich im Unternehmen zu halten.
Personalführung mit Weitblick
Personaler mit Weitblick setzen daher verstärkt auf
eine demografiefeste Planung. Damit sie das Knowhow
in den Köpfen ihrer Mitarbeiter sichern können
und morgen noch genug ihrer Fachkräfte im Einsatz
haben, um ihre Position am Wirtschaftsstandort
Deutschland zu behaupten.
Fehlzeiten reduzieren
Mit BEM Potenziale erhalten und Arbeitsunfähigkeit überwinden
In einer alternden Gesellschaft ist die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten auch eine gesellschafts- und wirtschaftspolitische Aufgabe. Der Gesetzgeber hat daher zur Stärkung der Prävention und Sicherung der Fachkräfte für den Arbeitgeber ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) verpflichtend gemacht. Zur Durchführung eines BEM halten Experten wie das BFW Frankfurt ein Dienstleistungsprogramm vor, das auf die Bedarfe von Unternehmen zugeschnitten ist.
Nutzen für Unternehmen und Beschäftigte
Was auf den ersten Blick nach einer lästigen gesetzlichen
Verpflichtung aussieht, beinhaltet für
Unternehmen viel mehr. Bei BEM geht es um einen
Nutzen – für Unternehmen und für Beschäftigte.
Krankheitszeiten bedeuten für Unternehmen hohe
Ausfallkosten – pro Arbeitnehmer im Schnitt bei
konservativer Rechnung von 200 Euro (Arbeitgeberbrutto)
pro Tag beträgt die Summe im Monat
(bei 20 Arbeitstagen) bereits 4.000 Euro. Langwierige
Krankheiten enden für den Arbeitgeber zwar
nach sechs Wochen mit dem Ende der Lohnfortzahlungspflicht,
aber die Kosten gehen weiter: für
Vertretung, Personalsuche und Einarbeitung fallen
Ausgaben an und parallel dazu läuft die Rechtsfrist
für das Betriebliche Eingliederungsmanagement
(BEM).
Kosten sparen und Rechtssicherheit gewinnen
Mit den Dienstleistungsangeboten des BFW
Frankfurt rund um BEM und Prävention sparen
Unternehmen Kosten und schaffen Rechtsicherheit,
weil ohne BEM eine Krankheitskündigung nur noch
ausnahmsweise sozial gerechtfertigt sein dürfte.
Sie sorgen für Planbarkeit, um betrieblich sinnvolle
Lösungen bei Erkrankungen zu entwickeln – und
für mehr Mitarbeiterzufriedenheit, weil Beschäftigte
wissen, dass ihr Know-how zählt.
Nach § 84 SGB IX zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) haben Unternehmen die Pflicht, geeignete Maßnahmen zu ergreifen bzw. zu prüfen, wie erkrankte Mitarbeiter weiter im Betrieb eingesetzt werden können, wenn diese innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind.
Schritt für Schritt zurück in den Betrieb
Vom Erstkontakt bis zur Rückkehr an den Arbeitsplatz
Ein Betriebliches Eingliederungsmanagement schafft Klarheit und Planbarkeit. Unternehmen und Beschäftigte können sinnvolle Perspektiven entwickeln. Schritt für Schritt – sobald der Beschäftigte länger als sechs Wochen arbeitsunfähig ist. Voraussetzung ist, dass der individuelle BEM-Fall eingebettet ist in eine systematisierte Struktur. Das BFW Frankfurt hat dafür ein System entwickelt, das Unternehmen hilft, weiteren krankheitsbedingten Ausfällen vorzubeugen.
Schritt 1: Erstkontakt mit Mitarbeiter
Am Anfang steht die Kontaktaufnahme mit dem
erkrankten Beschäftigten. Der Impuls für die Durchführung
eines BEM muss – so der gesetzliche Auftrag
– vom Arbeitgeber ausgehen. Dieser Kontakt
erfolgt zunächst schriftlich.
Schritt 2: Erstgespräch
Das BFW Frankfurt setzt sich anknüpfend an den
Erstkontakt direkt mit dem betroffenen Mitarbeiter
in Verbindung, um ein persönliches erstes Gespräch
mit ihm zu führen. Der Beschäftigte wird in einer
vertrauensvollen Atmosphäre über die Chancen und
Ziele eines BEM aufgeklärt und anschließend werden
die Rahmenbedingungen des weiteren Vorgehens
festgelegt.
Schritt 3: Infogespräch im Unternehmen
Im gemeinsamen Dialog mit dem erkrankten Mitarbeiter
führt das BFW Frankfurt ein Informationsgespräch
durch. Hierbei geht es um die Analyse der Arbeitsunfähigkeit und die Frage, was der Beschäftigte künftig
noch an seinem Arbeitsplatz leisten kann.
Schritt 4: Maßnahmen festlegen und durchführen
Die Liste der möglichen Maßnahmen ist lang: Sie
reicht von der Anpassung des Arbeitsplatzes über
veränderte Arbeitszeiten, Trainings- oder Qualifizierungsmaßnahmen
bis zum Wiedereinstieg durch
Wiedereingliederung.
Schritt 5: Überprüfung der Maßnahme
Ist die Maßnahme wirksam gewesen? Kann der
Mitarbeiter wieder erfolgreich seiner alten oder
auch neuen Beschäftigung im Unternehmen nachgehen?
Die BEM-Bewertung gibt Aufschluss und
ermöglicht weitere Interventionen, falls die bisherigen
Maßnahmen nicht zielführend waren.
Schritt 6: BEM beendet
Zur Dokumentation fasst das BFW Frankfurt die
Ergebnisse des BEM zusammen.
Die sechs Schritte des BEM sind modular buchbar. Das Angebot wird auf den individuellen Unternehmensbedarf ausgerichtet.
BEM ganz praktisch – und ganz einfach
Maßnahmen so individuell wie der einzelne Beschäftigte
Jedes verlässliche BEM läuft standardisiert, aber jeder BEM-Fall verläuft ganz individuell. Um klare, zuverlässige und möglichst optimale Prognosen und Ergebnisse zu erzielen, setzen Unternehmen auf externe Kompetenzpartner wie das Berufsförderungswek Frankfurt am Main.
Christiana Juschzak, KfW-Bankengruppe (3.500 Beschäftigte)
Das Unternehmen hat als eines der
ersten bereits 2005
BEM erfolgreich implementiert.
„Nicht nur aus gesetzlicher Verpflichtung,
sondern weil es betriebswirtschaftlich
sinnvoll ist und die Mitarbeiterzufriedenheit
steigert“, sagt die BEM-Verantwortliche Christiana Juschzak.
Das Spektrum der BEM-Fälle ist breit – aber gerade
in schweren Fällen jeden Einsatz wert, wie ein
aktueller Fall zeigt: Als Folge eines Schlaganfalls
war ein Mitarbeiter, Mitte 40, erblindet und stark
bewegungseingeschränkt. Um diesem Mitarbeiter
frühzeitig wieder Perspektiven auf Beschäftigung zu
ermöglichen, beauftragte die KfW-Bankengruppe das
BFW Frankfurt mit der Durchführung eines Potenzialanalyse,
um zu testen, ob der Mitarbeiter künftig wieder
den Anforderungen an seine Tätigkeit gewachsen
sein wird. Das Ergebnis war positiv und damit
konnten die nächsten Schritte eingeleitet werden:
Nach Ausstattung eines Heimarbeitsplatzes mit
technischen Hilfsmitteln konnte der Wiedereingliederungsprozess
von zu Hause aus beginnen. Die
nächste Phase wird nun die Rückführung an den
Arbeitsplatz in der Firma sein. Der Aufwand lohnt
sich, sagt Christiana Juschzak: „Wir bekommen einen
dankbaren und engagierten Mitarbeiter zurück!“.
Harald Zech, Geschäftsführer Jung Zeelandia (230 Beschäftigte)
Es ist ressourcenorientierter, den Aufbau eines BEM nicht allein zu stemmen: Der
Frankfurter Backmittelhersteller Jung Zeelandia holte sich daher 2008/2009 das
BFW Frankfurt am Main für den Aufbau eines firmeneigenen BEM. Am Anfang stand
dabei ein Workshop, in dem rechtliche Grundlagen sowie mögliche Abläufe und Verfahrensvorschläge
für einzelne BEM-Prozesse entwickelt wurden. „Der
Aufwand war gezielt, überschaubar und vor allem
lohnend“, sagt Geschäftsführer Harald Zech. Der Vorteil
aus der Zusammenarbeit mit dem BFW liegt für
ihn auf der Hand: „Dort sind alle Leistungen vorhanden
– von der Potenzialanalyse bis zur Umschulung.“
Und es gibt noch ein Plus: „Das BFW Frankfurt verfügt
über ein hervorragendes Netzwerk mit weiteren
externen Hilfestellen, um beispielsweise eine mögliche
finanzielle Unterstützung schnell und effektiv zu
erlangen.“ Mittlerweile hat das Unternehmen knapp
70 BEM-Fälle zu verzeichnen gehabt – und immer
Klarheit erzielt. Dabei reichen die Ergebnisse von der
Hilfsmittel-Ausstattung über die Umschulung und
innerbetriebliche Unbesetzung bis zur Verrentung.
Individuell für jeden Unternehmensbedarf I
Leistungen rund um BEM und Prävention aus dem BFW Frankfurt
Die besten Berater verfügen nicht nur über Expertise, sondern wissen am besten auch aus eigener Erfahrung, was ein BEM bedeutet. Als Anbieter der beruflichen Rehabilitation verfügt das BFW Frankfurt über langjährige Erfahrung im Profiling, in der Qualifizierung sowie in der Neuorientierung und Neuplatzierung von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Zudem bringt es ein ganz besonderes Know-how durch die Entwicklung und Integration eines BEM im eigenen Unternehmen mit.
- Beratung – Aufbau eines BEM
Informationen und Beratung zur Systematisierung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements und Unterstützung zum Aufbau und zur Einführung eines BEM. - Schulung zur Einführung eines BEM
Unternehmen lernen, BEM erfolgreich in die Praxis umzusetzen und erfahren praxisnah, wie sie wertvolles Know-how sichern und Qualitätsstandards erhalten. - Rückkehrmanagement für Mitarbeiter
Zum erfolgreichen Rückkehrmanagement gehören eine systematische Dokumentation und fortlaufende Beratung und Unterstützung, die den Wiedereinstiegsprozess des Mitarbeiters begleiten. - Durchführung von Potenzialanalysen und
Entwicklung von beruflichen Alternativen
Potenzialanalysen gleichen die Fähigkeiten des Mitarbeiters mit den Anforderungen ab: Psychologische und medizinische Untersuchungen, berufspraktische Erprobungen und die Entwicklung innerbetrieblicher Perspektiven ermöglichen eine optimale Stellenbesetzung. - Beratung zur Arbeitsplatz-Umgestaltung
Individuell und flexibel: Die Analyse von Arbeitsplätzen unter arbeitsmedizinischen Aspekten samt Empfehlungen zur maßgeschneiderten Ausstattung wirkt vorbeugend auf Arbeitnehmergesundheit. - Kurze arbeitsplatzbezogene Qualifizierungen
Das BFW Frankfurt bietet Kurzqualifizierungen nach individuellen Fähigkeiten für einen angepassten Einsatz im Unternehmen an. Diese profitieren von dem Kontaktnetzwerk des BFW.
Individuell für jeden Unternehmensbedarf II
Leistungen rund um BEM und Prävention aus dem BFW Frankfurt
Das Leistungsspektrum rund um Diagnostik, Prävention, Qualifizierung und Integration des Berufsförderungswerk Frankfurt am Main ist groß. Immer sind die Leistungen individuell auf die Bedarfe des einzelnen Unternehmens zugeschnitten.
BFW Kernkompetenzen
- Reha-Assessment
- Abklärung der körperlichen und kognitiven Eignung und Neigung (berufs- und arbeitsplatzbezogen)
- Gutachten für innerbetriebliche Umsetzung Abklärung der physischen und psychischen Belastbarkeit
- Gutachten zur Arbeitsfähigkeit nach Arbeitsplatzanforderungen durch Arbeitsmediziner
- Individuelle Qualifizierungsmaßnahmen
- Kurze arbeitsplatzbezogene Qualifizierung nach individuellen Fähigkeiten
- Kontaktnetzwerke zu Sozialversicherungsträgern, die für Finanzierung zuständig sind
- Funktionierende Netzwerke zu allen Sozialversicherungsträgern
- Psychotherapeutische Angebote
- Coaching/Soziale Beratung
- Gebärdensprachdolmetschen
- Ergotherapie
- Medizin
- Fachrichtungen Physikalische und Rehabilitative Medizin; Innere Medizin und Betriebsmedizin; Psychiatrie und Psychotherapie sowie ärztlich geleitete Physiotherapie incl. Medizinische Trainingstherapie
Prävention
Das BFW Frankfurt bietet individulle Präventionsmaßnahmen
an – von Stressmanagement bis zur
Burnout-Vorbeugung. Angesichts zunehmender psychischer
Erkrankungen am Arbeitsplatz eine sinnvolle
Investition, wie die Initiative Gesundheit und Arbeit
ermittelt: Danach liegt das Kosten-Nutzen-Verhältnis
der einzelnen Präventionsmaßnahmen zwischen
1 : 2,3 und 1 : 10,1 bzw. ihr „Return on Investment“
zwischen 230% und über 1000% liegen.
Wir sind für Sie da
Ihr persönlicher Ansprechpartner:
Andreas Kahlweiß
Prävention und RehaAssessment
Telefon 06101-400-388
andreas.kahlweiss@bfw-frankfurt.de
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