Berufsförderungswerk Frankfurt am Main

Kompetenz für Integration

Reha-KomIn®

Reha- und Integrationsmanagement

BFW-Absolventen präsentieren ihren Weg...

Oft motivieren praktische Beispiele mehr als alle Theorie. Deshalb präsentieren hier Absolventen ihren persönlichen Weg.

Chris Reinel - nach einem Bandscheibenvorfall der Start in den zweiten Traumberuf

Chris Reinel„Nach langjähriger Tätigkeit als Masseur und med. Bademeister war ich aufgrund häufig wiederkehrender Rückenbeschwerden, die dann Ende 1997 in einem Bandscheibenvorfall gipfelten, gezwungen, meinen alten „Wunschberuf” aufzugeben. Nach einer Beratung durch das Arbeitsamt und aufgrund positiver Erfahrung eines Bekannten entschied ich mich dann für eine Umschulung im BfW-Frankfurt.

Ich mache bereits seit einigen Jahren in meiner Freizeit Musik und beschäftige mich seit jeher mit elektronischen Instrumenten und Gerätschaften. Eine Ausbildung zum Kommunikationselektroniker entsprach also voll und ganz meinen Neigungen, obwohl ich auch Angst hatte, mein „Hobby” zum Beruf zu machen, weil dieses dadurch zum Alltag wird und womöglich seinen Reiz verliert.

Es war aber eine tolle Erfahrung, mit fast 40 Jahren all die Dinge lernen zu dürfen, die einen schon lange interessierten. Im BfW hat man sich wirklich bemüht, alle Teilnehmer, die ja aus den verschiedensten Berufen stammten, für das Thema zu begeistern. So gab es für „komplette Neulinge” sogar die Möglichkeit einer dreimonatigen Vorqualifikation. Dennoch kommt man als Teilnehmer nicht umhin, sich aus eigener Überzeugung mit der Thematik auseinanderzusetzen. Hilfestellung wurde durch das BFW auch außerhalb der regulären Zeiten angeboten. Dennoch sind zur Zwischenprüfung einige Teilnehmer abgesprungen, weil sie feststellen mußten, dass sie wohl doch im „falschen Film” gelandet sind. Ich denke, es wird mit zunehmenden Alter und sozialen Verpflichtungen immer schwerer, sich in ein Themengebiet einzuarbeiten, dass einem gänzlich fremd ist. Im Vorfeld sollte man sich also eingehend Gedanken machen, welcher Beruf einen wirklich interessiert.

Die Betreuung im BfW ist sehr erfolgsorientiert, da es schon eine harte Bewährungsprobe ist, einen regulären Ausbildungsberuf in nur 2 statt 3,5 Jahren zu erlernen. Jeder hat aber hier die Chance, die IHK-Prüfung zu bestehen. Der sichere Umgang mit der Materie, im Vergleich zur deutlich längeren betrieblichen Ausbildung, kann aber wieder nur durch eigenes Engagement ausgeglichen werden.

Jedenfalls bin ich dankbar für diese zweite Chance. In meinem „neuen” Traumberuf repariere ich in der Hauptsache Geräte der Unterhaltungselektronik, bin aber auch am Computer und im Verkauf tätig sowie auf Kundendienst oder Montage außer Haus. Seit wir Lehrlinge ausbilden kann ich mich auch da wieder einbringen. Nebenher betreue ich noch Konzertveranstaltungen und produziere CDs mit jungen Musikern.

Ich wünsche allen künftigen BfW´lern eine schöne Zeit und einen erfolgreichen Abschluss.“

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