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Reha- und Integrationsmanagement

BFW-Absolventen präsentieren ihren Weg...

Oft motivieren praktische Beispiele mehr als alle Theorie. Deshalb präsentieren hier Absolventen ihren persönlichen Weg.

Markus Wolf – „Mein neuer Job ist wie ein Sechser im Lotto“

Markus Wolf musste seinen über 10 Jahre ausgeübten Beruf als Teamleiter beim Deutschen Paketdienst aus gesundheitlichen Gründen aufgeben und nochmals umsatteln. Heute arbeitet er als Mitarbeiter der Buchhaltung im „Seniorenheim Am Kurpark“ in Bad Soden-Salmünster.

Markus Wolf an seinem neuen Arbeitsplatz Knapp eine Autostunde von Bad Vilbel entfernt, im Kinzigtal zwischen Spessart, Vogelsberg und der Rhön liegt der Kur- und Reha-Ort Bad Soden-Salmünster. Hier ist die Heimat von Markus Wolf, 51, der hier aufgewachsen ist, lebt und auch seit Sommer dieses Jahres wieder arbeitet.

Der gelernte Einzelhandelskaufmann und Vater von drei Kindern hatte schon ein bewegtes Berufsleben. Nach seiner Bundeswehrzeit machte er sich selbständig und erledigte die Buchhaltung von Gaststätten und Cafés im beliebten Kurort. Mit der Schließung einiger Reha-Kliniken und demzufolge auch Schließung von Gaststätten brachen auch die Erträge von Markus Wolf ein. Er wechselte zum Deutschen Paketdienst und arbeitete zuletzt als Teamleiter. Neben organisatorischen Tätigkeiten war er auch für die Zustellung von Päckchen und Paketen zuständig. Das ständige Heben, Ein- und Aussteigen in sein Fahrzeug bereitete ihm mit der Zeit mehr und mehr Probleme. „Eines Tages ging es einfach nicht mehr.“, so Markus Wolf. „Der Rücken schmerzte so stark, dass ich einen Orthopäden aufsuchte. Dort stellte man fest, dass ich an einer Skoliose (Verkrümmung der Wirbelsäule) leide. Mit dieser Diagnose musste ich meinen über zehn Jahre ausgeübten Job von heute auf morgen aufgeben. Dies war natürlich erst einmal ein Schock für mich. Ich konzentrierte mich zunächst auf meine Gesundheit und durchlief eine medizinische Rehabilitation.“

Als sich der Gesundheitszustand von Markus Wolf gebessert und stabilisiert hatte, wurde über seine Krankenkasse der Kontakt zur Rehaberatung der Deutschen Rentenversicherung Hessen hergestellt.
„Da ich nicht mehr der Allerjüngste war, kam für mich eine 24-monatige Umschulung nicht mehr in Frage, da die Chancen, als „Berufsanfänger“ mit über 50 Jahren noch einen Arbeitsplatz zu finden, doch sehr gering sind.“

Aufgrund seiner Neigung zu buchhalterischen Tätigkeiten entschloss sich Markus Wolf zur zwölfmonatigen Qualifizierungsmaßnahme zur „Fachkraft für Rechnungswesen mit DATEV“, welche er von Dezember 2009 bis Dezember 2010 im BFW Frankfurt am Main absolvierte und mit „sehr gut“ abschloss.

„Die Zeit im BFW hat mir wirklich Spaß gemacht. Ich habe viel gelernt und konnte mein Wissen auch anderen Teilnehmern meiner Gruppe weitergeben.“, so Markus Wolf.

Trotz seines sehr guten Abschlusses fand Markus Wolf im Anschluss keinen Arbeitsplatz. „Es war eine harte Zeit. Ich habe über 150 Bewerbungen geschrieben und erhielt eine Absage nach der anderen. Für die meisten Unternehmen war ich schlicht zu alt. Das hat schon etwas an mir genagt. Eines Tages jedoch las ich eine Stellenanzeige in der heimischen Presse. Im Seniorenheim Am Kurpark, unweit meiner Wohnung wurde ein Mitarbeiter für die Lohn- und Gehaltsbuchhaltung gesucht. Ich bewarb mich, stellte mich vor und eine Woche später hatte ich die Stelle! Das war wie ein Sechser im Lotto!“ , freut sich Markus Wolf.

Markus Wolf vor dem „Seniorenheim Am Kurpark“ Seit 1. Juli 2011 arbeitet Markus Wolf nun zusammen mit einer weiteren Kollegin in der Buchhaltung und ist für die Lohn- und Gehaltsabrechnung von 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie für den Jahresabschluss zuständig. Weiterhin erledigt er noch die unterschiedlichsten kaufmännischen Tätigkeiten, die in einem Seniorenheim anfallen. Sein Arbeitsvertrag ist unbefristet und er hofft, dass dieser Arbeitsplatz die letzte berufliche Station in seiner Karrierelaufbahn darstellt.

Dass sich Markus Wolf an seinem Arbeitsplatz sehr wohl fühlt, merkt man sofort. Er konnte sich schnell in sein Team, welches insgesamt aus sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung besteht, integrieren. Auch der Kontakt zu den Bewohnerinnen und Bewohnern des Seniorenheims bereitet ihm viel Freude. Viele Bewohner kennen ihn noch aus seiner Kindheit.

Das Seniorenheim am Kurpark dient der Betreuung und Pflege von 210 Menschen ab dem sechzigsten Lebensjahr, die aufgrund ihrer körperlichen, geistigen oder seelischen Verfassung nicht mehr in der Lage sind, sich selbständig zu versorgen. Landschaftlich idyllisch gelegen verfügt es über 30 Doppelzimmer und 150 Einzelzimmer, die individuell von den Bewohnern eingerichtet werden können.

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