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Das BFW Frankfurt
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27.02.2008: Fachtagung Reha-Komin®
Startschuss für neues Reha-Konzept
Neue Wege in die Arbeitswelt für behinderte Menschen präsentiert
Das Berufsförderungswerk Frankfurt am Main führt als einer der ersten Bildungsanbieter mit „Reha-KomIn® ein neues System ein, dass die beruflichen Chancen der behinderten Menschen nachhaltig verbessern wird.
Wie berufliche Rehabilitation sich erfolgreich den Veränderungen von Arbeitsmarkt und sozialen Rahmenbedingungen anpasst, hat das Berufsförderungswerk Frankfurt am Main mit seinem neuen Konzept Reha-KomIn® unter Beweis gestellt. Gut 100 Teilnehmer und hochrangige Vertreter aus der Reha-Trägerlandschaft und Politik trafen sich Ende Februar in Bad Vilbel und formulierten die Anforderungen und Bedarfe an eine zukunftsfähige berufliche Rehabilitation und sprachen der neuen Konzeption des BFW´s Frankfurt am Main zur Integration behinderter Menschen im Rahmen einer Fachtagung ihre Anerkennung aus.
„Der Arbeitsmarkt ist heute hoch komplex“ erläutert Manfred Thrun, Geschäftsführer des Berufsförderungswerkes Frankfurt am Main. „Um Menschen mit Behinderung erfolgreich in den Arbeitsmarkt eingliedern zu können, müssen Bildungsanbieter heute die Bedarfe am Arbeitsmarkt und die Bedürfnisse der Menschen zusammenführen.“ Hier war es notwendig geworden, das System neu aufzustellen und neue Wege zu beschreiten,“ so Thrun. „Berufliche Rehabilitation muss jetzt vor allem von der Integration her organisiert werden“, beschreibt der BFW-Geschäftsführer den neuen Ansatz.
Integrationsmanagement soll behinderte Menschen wirtschaftlich und erfolgsorientiert eingliedern
Mit der Konzeption Reha-KomIn® hat das Berufsförderungswerk Frankfurt am Main ein Integrationsmanagement entwickelt, das den individuellen Erfordernissen des Teilnehmers, den Anforderungen der Wirtschaft – aber auch den sozialökonomischen Rahmenbedingungen gerecht wird. Denn es ist kein Geheimnis, dass auch die knapper werdenden Sozialkassen ein System erforderlich machen, das nicht nur erfolgsorientiert, sondern auch wirtschaftlich ist. „Der Anspruch an das neue System ist hoch“ weiß Thrun, die damit verbundenen Aufgaben sind es auch. „Aber im Interesse der Menschen mit Behinderungen haben wir in Frankfurt ein Modell entwickelt, das effizient in der Durchführung ist und mit der Eingliederung in den Arbeitsmarkt endet.“
Das Reha-KomIn® dabei über die Fachöffentlichkeit hinaus eine hohe Aufmerksamkeit genießt, verdeutlichte sich an der Beteiligung dieser Fach-veranstaltung. So nahmen im Rahmen einer Podiumsdiskussion Franz-Josef Lersch-Mense, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, KarlHeinz Reichert, 1. Direktor der Deutschen Rentenversicherung Hessen, Wolfgang Forrell, Geschäftsführer der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit und Soziales sowie Dr. Werner Scherer, Geschäftsführer der Hessischen Unternehmerverbände und Hans-Jürgen Wirthl von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung teil.
„Die berufliche Rehabilitation steht vor neuen großen Herausforderungen: Die gezielte Mobilisierung vorhandener Fähigkeiten und Fertigkeiten, die verstärkte Individualisierung von Leistungen und die tatsächliche Konzentration auf dauerhafte Integration sind Fixpunkte eines zukunfts- und leistungsfähigen Systems beruflicher Rehabilitation“, so Franz-Josef Lersch-Mense während des Podiumsgesprächs. Die Umsetzung des neuen Reha-Modells ist das große Entwicklungsvorhaben der Berufsförderungswerke in den nächsten Jahren. Ich erwarte, dass es am Ende dieses Prozesses nicht nur runderneuert, sonder durch und durch reformiert, neu organisiert und orientierte Berufsförderungswerke geben wird. Dabei haben sie das BMAS weiter als verlässlicher Partner an ihrer Seite.“
Karl-Heinz Reichert, Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Hessen unterstrich, dass das Instrument der Rehabilitation behinderter und von Behinderung bedrohter Menschen ein wesentlicher Baustein des Systems der sozialen Sicherung in Deutschland sei. Damit dies so bliebe, müsse sich die Rehabilitation den gesellschaftlichen, betrieblichen und wirtschaftlichen Entwicklungen anpassen. Mit dem neuen Konzept Reha-KomIn® – Kompetenz für die Integration in die Arbeitswelt – will das BFW Frankfurt die veränderten Rahmenbedingungen für berufliche Rehabilita-tion an. Und aufnehmen und sich für die Zukunft als leistungsfähiger und innovativer Dienstleister im sozialen Bereich positionieren.
„Ausgangspunkt für die Entwicklungsarbeit an Reha-KomIn® im BFW Frankfurt und dem BFW Thürigen warn die Ergebnisse der Arbeitsgruppe „Neues Reha-Modell“, die gemeinsam von den Berufsförderungswerken und Reha-Trägern erarbeitet wurden. Am 3. September 2007 haben die 28 BFW der Arbeitsgemeinschaft vereinbart, sich bei gleichem Ziel – dem Neuen Reha-Modell – ihre jeweiligen Wege zu suchen, aber die Wegfindung zu koordinieren und untereinander abzustimmen“, so Manfred Thrun während des Podiumsgespräches. „Das ist der Hintergrund Reha-KomIn® , das den Frankfurter und Thüringer Weg des Neuen Reha-Modells beschreibt, aber sich auch als Teil des Ganzen in der Arbeitsgemeinschaft versteht.
Die Rahmenbedingungen verändern sich permanent, genauso die Anforderungen, die auf die BFW zukommen: Es gilt kostengünstige Abläufe zu gewährleisten, auber auch passgenaue Fachkräfte für Betriebe zu stellen. Das sind Herausforderungen, die aber auch Chancen eröffnen: Wir sind auf dem Weg von Qualifizierungseinrichtungen hin zu Dienstleistern für die Integration. Dabei liegen große Anstrengungen nicht nur hinter uns, sondern auch noch vor uns: Mit der Umsetzung von Reha-KomIn® wollen wir die verschiedenen Interessen noch besser wahrnehmen: die der Menschen mit Behinderungen, die der RehaTräger und auch die Interessen der Wirtschaft.“









