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Das BFW Frankfurt
Kooperationsbeispiele mit Unternehmen
Erfolgreiche Kooperation mit der KFW Bankgruppe
Die KFW Bankengruppe
legt hohen Wert auf die Kompetenz und das Engagement ihrer Mitarbeiter. Sie
möchte ihren Förderauftrag nicht nur erledigen, sondern ihn so gut und
so effizient wie möglich erfüllen. Hierzu braucht die KFW Bankengruppe
kompetente und engagierte Mitarbeiter, die von dem, was sie tun überzeugt
sind. Um diese Überzeugung zu erhalten, werden die Mitarbeiter permanent
gefördert. Hinzu kommt eine systematische Karriereplanung und ein Klima,
in dem Toleranz und Wertschätzung eine ebenso große Rolle spielen wie
die Leistungsorientierung.
In der Zusammenarbeit mit dem
Berufsförderungswerk Frankfurt am Main nutzt die KFW-Bankengruppe
die Chance, z.B.
über das Angebot an Plätzen für die Betriebliche Phase, an qualifizierte
Mitarbeiter zu gelangen. Sind Stellen im Unternehmen vakant , werden der KFW Bankengruppe
vom BFW Frankfurt ganz gezielt ausgewählte Absolventen - insbesondere Menschen
mit Behinderungen - zur Einstellung im Unternehmen vorgestellt.
Hier Beispiele der erfolgreichen Zusammenarbeit:
Nach Motorradunfall in eine neue berufliche Zukunft.
Für Stefan Kitzmann, Jahrgang 1963, lief
eigentlich alles nach Wunsch. Er kam in seinem erlernten Beruf als
Rohrinstallateur (Heizung/Sanitär) gut vorwärts und hatte sich zum
Sanitärbauleiter entwickelt. Bis zu einem schweren Motorradunfall, der
dazu führte, dass er seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben konnte.
Mit der beruflichen Neuorientierung zum Kommunikationselektroniker
Fachrichtung Informationstechnik startete Stefan Kitzmann in seine neue
berufliche Zukunft. Nach der 2-jährigen Qualifizierung im
Berufsförderungswerk Frankfurt wurde er bei der KFW
Bankengruppe im Januar 2003 als Medientechniker fest
eingestellt.
Stefan Kitzmann zu seiner beruflichen Neuorientierung:
"Ein Neustart ist nie einfach, zumal wenn man vorher in dem
ursprünglichen Beruf bereits erfolgreich war. Aber nach der Entscheidung
für die Ausbildung zum Kommunikationselektroniker bekam ich im
BFW Frankfurt eine qualifizierte Ausbildung, die ich dank der Unterstützung der Ausbilder
und Sozialbetreuer und natürlich meinem vollen Einsatz mit der Prüfung bei der IHK im Juni 2002 mit Erfolg abgeschlossen
habe.
Die enge Zusammenarbeit zwischen dem BFW-Frankfurt
und der KFW Bankengruppe, Frankfurt ermöglichte mir
seit Januar 2003 die Anstellung dort als Medientechniker."
Sonja Göckel
Reflexion
„Warum musste ich eine Umschulung machen? Nachdem ich eine gescheiterte Erzieherausbildung hinter mir hatte, entschloss ich mich in die Krankenpflege zu gehen. Nach 2 Jahren Qualifizierung stellte sich heraus, dass dieser Beruf für mich körperlich zu schwer war. Ich bestand den Abschluss zur Krankenpflegehelferin und suchte danach ziemlich verzweifelt eine Stelle. In Bad Nauheim konnte ich in einem Altenpflegeheim anfangen. Dort entwickelte ich eine Latexallergie. An meine Hände bekam ich eine sehr schwere Neurodermitis und meine körperliche Belastbarkeit war erschöpft. Nachdem der Hautarzt mir dann Arbeitsunfähigkeit attestierte und ich noch in der Probezeit steckte, wurde mir gekündigt. Ich überlegte mir, welche Möglichkeiten ich nun noch hatte, um einen sinnvollen Beruf zu erlernen. Immerhin war ich ja auch schon 24 Jahre, und es wurde ja langsam Zeit. Der Arbeitsamtsarzt konnte nicht verstehen, wie ich es überhaupt geschafft hatte, in der Krankenpflege zu arbeiten. Man empfahl mir eine Umschulung. Bei dem psychologischen Eignungstest kam heraus, dass ich Kauffrau zur Bürokommunikation lernen sollte. Nach einer Wartezeit von neun Monaten konnte ich endlich mit der Qualifizierung im BFW beginnen. Da ich durch die Ungeschicklichkeit meiner Finger Stenografie nicht praktizieren konnte, wurde ich dann letztendlich Bürokauffrau.“
Warum ich denke, dass das BFW mir etwas gebracht hat
„Ohne die Umschulung zur Bürokauffrau und die Hilfe bei der beruflichen Wiedereingliederung von Frau Klink im BFW, wäre ich nicht in die KfW-Bankengruppe gekommen. Das wichtigste Unterrichtsfach war für mich Inva. Ich habe gelernt mit dem Computer umzugehen, der für mich heute das wichtigste Handwerkszeug überhaupt ist. In Inva habe ich unter anderem gelernt, wie man Wordtabellen erstellt, die ich bei dem jetzigen Aufbau des Archivs gut gebrauchen kann. Da ich auch schon Excel beruflich anwenden musste und Grafiken erstellt habe, hat mir das im BFW Gelernte, sehr weitergeholfen. Schade finde ich, dass ich aus den anderen Fächern nicht soviel anwenden kann, da ich es für meine jetzige Tätigkeit nicht brauche. Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich meine Qualifizierung zur Bürokauffrau machen konnte, denn dass war für mich die Eintrittskarte ins Berufsleben.“
Antje Anwar: Die Lücke im Lebenslauf – Was geschah in den Jahren 99 - Ende 2002
„Der Ausbruch bzw. die schweren Folgen einer genetisch bedingten Erkrankung brachten mich im Herbst 99 in die Frankfurter Uniklinik. Da der Verlauf lange Monate ungewiss war, folgte gezwungener Maßen der Umzug nach Frankfurt und die Aufgabe meines Geschäftes in Schönebeck/Sachsen Anhalt. In der langen Phase der Rehabilitation, in der ich unter anderem das Laufen wieder neu lernte, folgten natürlich erste Gedanken an einen Widereinstieg in Lohn und Brot. Ein neues Geschäft war aus verschiedenen Gründen - körperlich und finanziell - nicht mehr zu bewerkstelligen. Es folgten unzählige Bewerbungen in meinem ursprünglich erlernten Beruf als Erzieherin. Doch bald wurde klar, dass nicht nur der lange Ausstieg aus meinem Beruf zum Problem wurde, sondern auch die bestehende Schwerbehinderung, in Form einer Gehbehinderung. Danach folgte ein langer Marathon mit der Agentur für Arbeit, denn mein Wunsch war: “Mach dein Hobby zum Beruf“ - den Computer. Es war schwer einen geeigneten Platz in einer Maßnahme zu bekommen. Nach langem hin und her war es dann im Sommer 2002 soweit und mir wurde die Teilnahme an einer Qualifizierung zur Informatikkauffrau, im Berufsförderungswerk Frankfurt bewilligt, die ich dann im Januar 2003, antrat.“
Mein Zwischenstopp im Berufsförderungswerk
„Skeptisch in Bezug auf die Qualifizierung war ich auf den kaufmännischen Anteil, da ich ja eigentlich nur an den Computer wollte. Doch hier stellte sich gerade dieser Ausbildungsabschnitt als positive Überraschung dar. Gerade unsere Ausbilder im kaufmännischen Bereich, schafften es, uns immer wieder zu motivieren und sogar den Spaß und das Interesse an diesem Thema zu wecken.
Für die Suche nach einem Praktikum stand mir das Center für Assessment und Eingliederung des Berufsförderungswerkes hilfreich zur Seite und vermittelte mir das Praktikum in der Anwendungsentwicklung der Kreditanstalt für Wiederaufbau.
Insbesondere dem Engagement von Frau Klink habe ich es zu verdanken, dass ich die Möglichkeit hatte, wertvolle Erfahrungen in meinem Praktikum zu sammeln.“









