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Gelebte Kooperation

Einweihung des in Zusammenarbeit mit dem Berufsförderungswerk Frankfurt am Main realisierten neuen Tast- und Duftgartens der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte im Nordend Frankfurts

Tast- und Duftgarten Melanie Grünlinger, angehende Zierpflanzengärtnerin beim Ertasten der Pflanzen

Pflanzen ertasten und erriechen, das können seit dem 9. September Besucher des Tast- und Duftgartens im kleinen Park inmitten der Wohnanlage der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte im Nordend Frankfurts. Auf einem Areal von ca. 130 m² werden 120 verschiedene Pflanzenarten, darunter duftender Lavendel, Thymian, Rosmarin oder Salbei präsentiert. Daneben verraten farbenprächtige Blumen, wie zum Beispiel Astern, welche Jahreszeit anbricht.

Realisiert wurde das Projekt in Kooperation zwischen der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte und dem Berufsförderungswerk Frankfurt am Main. Die sehbehinderte Regina Pudwill und die von Geburt an blinde Ilse Hillesheim waren von Seiten der Stiftung von Anfang an dabei. Gemeinsam mit dem achtköpfigen BFW-Team unter Leitung von Ausbilderin Waltraud Zajac besuchten sie einen Tastgarten in Gießen und konnten somit gezielt auf die Gestaltung und Zusammensetzung ihres Gartens Einfluss nehmen.

Tast- und Duftgarten Einweihung
Eröffnung des Tast- und Duftgartens durch Franz Josef-Esch (mitte), Vorstand der Stiftung für Blinde und Sehbehinderte, Martin Alsheimer (links), Mitglied der Unternehmensleitung des BFW, Waltraud Zajac (2.v. links) Ausbilderin des BFW, Ilse Hillesheim (2. v. rechts) und Regina Pudwill (rechts), Bewohnerinnen der Wohnanlage

Die Bepflanzung des Areals wurde von den angehenden Gärtnerinnen und Gärtnern für Zierpflanzenbau des BFW´s übernommen, die viel Kreativität bei der Umsetzung zeigten. So wurde bei der Auswahl der Pflanzen viel Wert darauf gelegt, dass sowohl der Tastsinn als auch der Geruchssinn zu gleichen Teilen angesprochen wird. Dies wurde etwa mit verschiedenen Thymiansorten erreicht, wie zum Beispiel einer grünen, herb duftenden Sorte oder einer gelblichen, die besonders bei Berührung ihr Zitrusaroma abgibt. An anderen Stellen wurden starke Farbkontraste eingearbeitet, da dieser Garten nicht nur Blinden, sondern auch Sehbehinderten mit Restsehfähigkeit offen steht.

Im feierlichen Rahmen wurde der Tast- und Duftgarten von Franz-Josef Esch, Vorstand der Stiftung für Blinde und Sehbehinderte, eröffnet und dem Publikum zugänglich gemacht. Die anschließende Pflege und Bewässerung des Gartens übernehmen die Bewohner der Stiftung, die zur Eröffnung einen Korb mit diversen Arbeitsgeräten überreicht bekamen.

 

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