Berufsförderungswerk Frankfurt am Main

Kompetenz für Integration

Reha-KomIn®

Arbeitsmarktnahe Qualifizierung durch Hospitationen

Hospitationen der Ausbilder des Berufsförderungswerkes Frankfurt am Main bei Arbeitgebern der Region gewährleisten eine praxisnahe Qualifizierung.

Am 14. Juni 2010 machte sich der Ausbilder Martin Hug auf den Weg zur Arbeit. Er fuhr jedoch nicht an seinen gewohnten Arbeitsplatz im Lernunternehmen des Berufsförderungswerkes Frankfurt am Main, um dort die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Bereich Materialwirtschaft/Einkauf zu qualifizieren, sondern sein Ziel war an diesem Morgen die Abteilung Zentraleinkauf/Bauvergabe (ZEB) der Fraport AG. Für vierzehn Tage verlies Martin Hug seinen gewohnten Arbeitsbereich als Ausbilder um im Zentraleinkauf von Deutschlands größtem Flughafen zu hospitieren. Neben der Analyse der Beschaffungsprozesse sammelte er Ideen für markttypische Arbeitsaufträge, die im Anschluss in die praxisnahe Qualifizierung eingebracht werden sollen. Neben den verschiedenen Bestellverfahren für Investitionsgüter, Verbrauchsgüter und Dienstleistungen sowie dem Vergaberecht von Sektorenbetrieben verschaffte er sich einen Einblick in die vielfältigen Aufgabenbereiche eines Einkäufers der Fraport AG.

„Vom Flugzeugschlepper bis zum Hundefutter für die Tierpension des Flughafens, von saisonalbedingten Dienstleistungen wie Winterdiensten bis zu medizinischen Geräten für die flughafeninterne Klinik – hier gibt es kaum etwas, was nicht beschafft werden muss“, so Martin Hug. Nach öffentlichen Ausschreibungen und Zuschlagserteilungen in Form von Rahmenverträgen erfolgen je nach Klassifizierung der Güter mittels einer ABC-Analyse die unterschiedlichen Bestellverfahren. Diese können von manuell bis vollautomatisiert abgewickelt werden. Das Erstellen von Leistungsverzeichnissen und Nutzwertanalysen gehört ebenso zum Alltag eines Einkäufers der Fraport AG, wie das Organisieren von Bieterwettbewerben oder das Führen von Preisnachverhandlungen.

Martin Hug bei der Fraport AG „Die vierzehntägige Hospitation verschaffte mir nicht nur einen tiefen Einblick in die Geschäftsprozesse des Einkaufes der Fraport AG, sondern erweiterte zudem meinen beruflichen Erfahrungsschatz. Diese Erkenntnisse fließen nun in die Qualifizierung unseres Lernunternehmens im System Reha-KomIn® ein“, so Martin Hug.

Schon seit einigen Jahren ist die Fraport AG ein wichtiger Partner des BFW Frankfurt am Main für die Integration behinderter Menschen in das Berufsleben. So haben bisher schon mehrere Absolventen des BFW ihren neuen Arbeitsplatz in Europas drittgrößtem Flughafen mit jährlich 52 Millionen Passagieren gefunden. Die Hospitation von BFW-Mitarbeitern bildet ein wichtiges Instrument zur individuellen und punktgenauen Qualifizierung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des BFW´s und stellt zudem eine praxisnahe Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BFW Frankfurt am Main sicher.

Weitere Hospitationen von Ausbildern bei anderen regionalen Arbeitgebern sind bereits in Planung.

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